Wie mache ich meinen Garten oder Balkon insektenfreundlich?

von Summselei

Wer sich mit Honigbienen beschäftigt, bekommt schnell ein Gefühl dafür, wie wichtig heimische Blühpflanzen für Insekten sind. Das Schöne: Schon mit kleinen Veränderungen lässt sich viel bewirken – egal ob im Garten, auf dem Balkon oder auf der Terrasse.

Die richtige Pflanzenauswahl

Eine der wichtigsten Stellschrauben ist die Pflanzenauswahl. Heimische Pflanzen sind an unsere Insekten angepasst und bieten Nahrung für unterschiedliche Entwicklungsstadien – von der Raupe über die Solitärbiene bis hin zur Schmetterlingsimago.

Eine große Hilfe bei der Auswahl ist die Pflanzendatenbank von NaturaDB. Dort kannst du gezielt nach heimischen Arten suchen und siehst auf einen Blick, welchen Nutzen sie für Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber haben.

Auf invasive Neophyten sollte man möglichst verzichten. Sie verdrängen heimische Arten, bieten oft wenig Nektar oder Pollen und verändern die lokalen Ökosysteme nachhaltig.

zu NaturaDB

Tipp: Insekten profitieren besonders von Stauden und Gehölzen, die über das Jahr verteilt blühen – Kontinuität ist wichtiger als reine „Blütenexplosion“ im Mai.

Pflanzen vom Händler des Vertrauens

Wer Pflanzen für ein insektenfreundliches Beet oder Balkonprojekt sucht, stellt schnell fest, dass es beim Einkauf enorme Qualitätsunterschiede gibt. Neben Baumschulen vor Ort bieten mittlerweile auch spezialisierte Anbieter online eine große Auswahl an passenden Stauden, Sträuchern und Gehölzen.

Eine empfehlenswerte Anlaufstelle ist die Baumschule Horstmann aus Schleswig-Holstein. Dort erhält man eine große Auswahl an Pflanzen, darunter auch viele Arten, die für Wildbienen, Hummeln und Honigbienen geeignet sind. Ja, diese Baumschule ist nicht hier aus unserer Nähe, aber es hat sich gezeigt, dass der Versand und die Qualität der Pflanzen einfach herausragend sind. Wir haben mehrere Händler getestet und es war sehr deutlich, dass die Baumschule Horstmann extrem großen Wert auf Verpackung und Transport sowie Pflanzengesundheit legt.

Größter Vorteil solcher Fachbetriebe: Die Pflanzen sind in der Regel deutlich sortenreiner, besser beschrieben und eher an unseren Standort angepasst als anonyme Importware aus dem Discounterbereich. Und man findet dort Pflanzen, die in Baumärkten oder Gartencentern kaum erhältlich sind.

zur Baumschule Horstmann
Zwei Honigbienen beim Pollensammeln auf Löwenzahn
Honigbienen an einer Insektentränke

Wasser nicht vergessen

Neben Blüten benötigen Insekten auch Wasser – besonders an warmen Tagen. Eine einfache Insektentränke lässt sich schnell umsetzen:

  • flache Schale
  • frisches Wasser
  • kleine Steine, Kork oder Murmeln als Landehilfe

Auf diese Weise können die Tiere trinken, ohne zu ertrinken. Solche Mini-Wasserstellen werden oft überraschend gut angenommen.

Auch Honigbienen nutzen Wasser zur Stockkühlung im Sommer – eine interessante Parallele zu uns Menschen, die gern vergessen wird.

Wildbienen sinnvoll unterstützen

Insektenhotels und Nisthilfen können helfen – wenn sie richtig gemacht sind. Wichtig sind:

  • saubere Materialien
  • glatte Innenflächen
  • keine Splitter oder Fransen
  • passende Durchmesser
  • passende Tiefe
  • sonniger, trockener, wettergeschützter Standort

Nicht jedes Modell aus dem Baumarkt erfüllt diese Kriterien. Wer sich vor dem Kauf oder Bau informiert, kann Wildbienen gezielt unterstützen und vermeidet gut gemeinte Fehler.

Sehr empfehlenswert sind die Ratgeberseiten des NABU – dort findet man fundierte Informationen zu Nisthilfen und weiteren Möglichkeiten, den eigenen Garten oder Balkon insektenfreundlicher zu gestalten.

zum NABU

Hinweis: Die genannten Quellen und Anbieter sind Empfehlungen aus eigener Erfahrung bzw. eigener Recherche. Es handelt sich um keine bezahlte Werbung und um keine Kooperation. Alle Verlinkungen erfolgen freiwillig und ohne Gegenleistung.

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