Honig vom Imker ist ein Genuss

von Summselei

Honig ist ein Naturprodukt mit klar definierten Qualitätsanforderungen. Wir ernten und verarbeiten unseren Honig nach den Vorgaben der Deutschen Honigverordnung. Sie legt unter anderem fest, was als Honig bezeichnet werden darf und wie er behandelt werden muss, damit seine natürlichen Eigenschaften erhalten bleiben. Diese Regeln sind für uns die Grundlage unserer Arbeit.

100% regionaler Honig

Summselei Honiggläser Spättracht im Karton

Unser Honig stammt ausschließlich aus dem Nektar und Honigtau der Pflanzen, die unsere Honigbienen rund um Oberstedten anfliegen.

Wir ernten zwei Mal im Jahr und so spiegelt unser Honig die Vegetation und Blüten unserer Umgebung aus dem Frühjahr und Sommer wider.

Als echtes lokales Produkt kommen Zusätze oder Beimischen von Fremdhonigen für uns nicht infrage.

Schonende Verarbeitung nach der Ernte

Nach der Ernte wird der Honig zeitnah geschleudert und gesiebt. Dabei entfernen wir grobe Wachsteilchen, verzichten aber bewusst auf eine Filtration. So bleibt der natürliche Pollenanteil erhalten. Pollen ist ein natürlicher Bestandteil von Honig und kein Zusatz.

Der Honig wird nicht erhitzt, sondern schonend cremig gerührt. Falls es für das Abfüllen nötig ist, wird er langsam und vorsichtig auf maximal etwa 36 °C erwärmt. Diese Temperatur liegt deutlich unterhalb der Grenze, bei der wertvolle Inhaltsstoffe Schaden nehmen könnten.

Volle Honigwabe auf Entdeckelungsgeschirr
Honig fließt aus dem Quetschhahn beim Schleudern

Warum Honig kristallisiert

Direkt nach dem Schleudern ist jeder Honig flüssig. Mit der Zeit kann naturbelassener Honig jedoch kristallisieren und fest werden. Das ist ein völlig natürlicher Vorgang.

Honig besteht überwiegend aus den beiden Zuckerarten Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker). Der Anteil der Glucose entscheidet darüber, wie schnell ein Honig kristallisiert. Je höher dieser Anteil ist, desto schneller wird der Honig fest.

Wichtig zu wissen: Die Kristallisation ist kein Qualitätsmangel, sondern ein Zeichen für die Natürlichkeit und Reinheit des Honigs.

Kann Honig schlecht werden?

Messung des Wassergehalts mit einem Refraktometer

Honig gehört zu den wenigen Lebensmitteln, die bei richtiger Lagerung praktisch nicht verderben.

Nach der deutschen Honigverordnung darf Honig im Allgemeinen maximal 20% Wasser enthalten, für Heidehonig sind bis zu 23% erlaubt, während strengere Qualitätsrichtlinien (z. B. Deutscher Imkerbund, DIB) oft nur 18% zulassen. Diese Richtlinien gelten, um Gärung des Honigs vorzubeugen, denn zu hoher Wassergehalt ist anfälliger für Hefen und fördert den Gärungsprozess. Aus diesem Grund achten wir bei der Ernte darauf, dass der Wassergehalt unter 18% liegt, um die Qualität zu sichern.

Weiterer positiver Aspekt, der Honig sehr lange haltbar und genießbar macht, ist der hohe Zuckeranteil und die enthaltenen Enzyme. Sie hemmen das Wachstum von Bakterien und Mikroorganismen und wir können leckeren Honig genießen, ohne dass zusätzliche Konservierungsstoffe notwendig sind.

Für die Lagerung gilt: kühl, dunkel, trocken und gut verschlossen

Unter diesen Bedingungen bleibt Honig über viele Jahre hinweg genießbar und von hoher Qualität.

Honig ist aber immer noch ein Naturprodukt, was bedeutet, dass sich mit der Zeit das Aussehen oder die Konsistenz verändert. Beispielsweise kann Honig kristallisieren oder dunkler werden. Das ist aber kein Zeichen für Verderb, sondern eben ein natürlicher Prozess. Selbst kristallisierter Honig ist problemlos essbar und kann in einem warmen Wasserbad wieder verflüssigt werden — das Wasser sollte dabei nicht heißer als etwa 40 °C sein, um wertvolle Inhaltsstoffe nicht zu beeinträchtigen.

Warum trotzdem ein Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Glas steht?

Auch wenn Honig praktisch nicht verdirbt, schreibt die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) ein Mindesthaltbarkeitsdatum für verpackte Lebensmittel vor. Es gibt an, bis wann der Hersteller garantiert, dass Farbe, Konsistenz, Geschmack und Inhaltsstoffe in unverändertem Zustand vorliegen. Beim Honig wird üblicherweise ein Zeitraum von ein bis zwei Jahren ab Abfüllung angegeben.

Fun Fact: Archäologen haben in altägyptischen Gräbern Honig gefunden, der über 3.000 Jahre alt ist und noch essbar war. Das zeigt eindrucksvoll, wie stabil dieses Naturprodukt wirklich ist.

Wertvolle Inhaltsstoffe bewahren

Cremiger Honig fließt aus dem Quetschhahn beim Abfüllen

Honig enthält eine Vielzahl natürlicher Inhaltsstoffe wie verschiedene Zucker, Enzyme, organische Säuren, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Aromastoffe und Antioxidantien.

Damit diese wertvollen Bestandteile erhalten bleiben, empfehlen wir:

  • Honig kühl, dunkel und trocken zu lagern
    idealerweise bei etwa 10–15 °C
  • Honig Speisen oder Getränken erst unter 40 °C zuzugeben
  • auf Mikrowelle oder starkes Erhitzen zu verzichten

Natürlich ist in Honig auch Pollen enthalten. Für manche Menschen kann lokaler Pollen im Honig gut verträglich sein und subjektiv zur Verbesserung von saisonalen Beschwerden beitragen – es ist aber kein Ersatz für medizinische Allergiebehandlung.

Wie kann man den Honig bei uns kaufen?

Wer Honig probieren oder kaufen möchte, meldet sich kurz und holt ihn nach Terminvereinbarung bei uns in Oberstedten ab. Das funktioniert unkompliziert und persönlich. Wir haben keinen Laden und keinen Onlineshop.

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